Beethoven-Sinfonie Alegretto
Hörproben
Beethoven Mondscheinsonate
Mozart G-Moll Una Nueva Vida
Beethoven Für Elise
Haydn-Sinfonie La Roxolane
Haydn Violin-Konzert Adagio
Mozart-Serenade Another Serenade
Beethoven-Sinfonie in A-Dur op. 92/2
Alegretto
Und wieder ist es die Einfachheit, die der Fantasie den Raum lässt Wiederholung –
endlose Kolonnen der selben Töne, militärisch in Reih’ und Glied, die dann doch
wieder ausbrechen, sich gemeinsam erheben und wieder eingliedern in die dunkle
Ordnung, die wir zwar intuitiv wahrnehmen, aber in ihrem Kern nicht verstehen... Zeit.
Beethoven- Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll
Mondscheinsonate
Ein absolut gewaltiges Stück…eine unverwechselbare Akkordfolge, auf die sich
Arien aufbauen lassen, inspirierend, mysteriös, dramatisch, mythisch. Der Einsatz
von Gitarren und Drums öffnet die Welt des Tanzes, Röhrenglocken und Harmonica
führen uns zu Morricone - und das zweite Motiv schreit nach der alternativen
Harmonisierung, führt uns direkt zu Ravel, Debussy. Eine Zeitreise.
Der inhärente Fluss dieses Stückes ist völlig hypnotisch.
Mozart-Sinfonie g-Moll KV 550
Una Nueva Vida
Arme, geschundene G-moll! Auf 1000en Telefonanlagen, Handys – warum?
Vielleicht, weil sie im Kern ein einfaches Lied ist? Hat Mozart im Geist dazu getanzt?
Ich weiß es nicht... Das G-moll-Motiv ist irgendwie so bizarr fröhlich, obwohl in Moll,
so lebensbejahend – es musste für mich nach Kuba… vielen Dank an die einzigartige Jacqueline Patricio da Luz.
Beethoven-Albumblatt a-moll WoO 59
Für Elise
Eine unglaubliche innere Kraft wohnt in diesem leichten Thema. Beweglich,
meandrierend, elegant wie eine Wasserschlange, traurig, ungreifbar und
trotzdem vertraut lebt es auch auf einer geänderten Akkordfolge, zerlegt,
erweitert, vom Rhythmus befreit…Die Zitate von Hegel und der Clip aus
Schiller’s „Kraniche des Ibikus“ regen zum Nachdenken, besser: Nachspüren an.
Um Schönheit und Wahrheit als identisch zu empfinden, brauchen wir Musik
aus einer anderen Zeit. Musik von einem Mann, der gesagt haben soll:
„Im Himmel werde ich hören“. Wir können hören.
Mozart-Serenade für Streicher in G-Dur KV 525
Another Serenade…
Irgendwann stieß ich unbeabsichtigt auf einen winzigen Soundclip:
ein Klang wie ein Käuzchen, das zufällig ein Motiv aus der Kleinen
Nachtmusik singt. Es ist der Klang einer indianischen Flöte, und mehr
als diese 3 Töne gab es nicht – aber die Einfachheit, Reinheit und Naivität
dieses zufällig aufgefundenen Clips haben mich so beeindruckt, dass ich
das ganze Stück darum aufgebaut habe – sogar die Tonart musste ich ändern,
damit Mozart von einem unbekannten Indianer unwissentlich zitiert werden
kann – bitte: hier erstrahlt die Nachtmusik schlussendlich in C-Dur.
Ich bitte um Vergebung.
Haydn-Sinfonie Nr. 63 C-Dur Hob.I:63
La Roxolane
Das Motiv wirkt für mich wie ein Gitternetz. Durchsichtig, es schafft Struktur, die danach
verlangt, gefüllt zu werden.In diesem Fall habe ich verzerrte Computer Drums verwendet,
um Zeit und Entwicklungszwang voranzutreiben. Ein dunkles Gefühl, Religiosität, Regeln,
Starre. Und deren Überwindung. Unzeitgemäße Akkorde von mir, zu kompliziert…aber die
Melodie wird mit seiner unübertrefflichen Bescheidenheit vom einfachsten Klang, der
physisch überhaupt möglich ist gespielt: einer Sinus-Welle.
Haydn-Violin Konzert Nr. 1 in C-Dur, Hob. VIIa/2
Adagio
Was für ein Thema! Eine reine F-Dur-Skala… aber wie! Wie das Motiv perfekt
balanciert beginnt, auf der 2. Stufe das Ungleichgewicht entsteht, eine
Vertiefung auf der 3. Stufe – und dann geht, später eilt es nach oben, zu
einem neuen, höheren Gleichgewicht…hat Haydn eigentlich heimlich
Theaterstücke geschrieben? Und ist Vangelis einer seiner Nachkommen?
Ganz großes Kino – gewaltige Symbolik in einfachster Form. Mich zog es
sofort zur kühlen, unbewegten Größe der frühen Analog-Synthesizer –
und zu ewig langen Tönen.
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